Viellosoffi mit Lotti

Lektion 1: Was ist Macht ?

 

Macht ist die Differenz zwischen Haben auf der einen, und Habenwollen auf der anderen Seite. *

 

 

* Draufpinkeln jedoch auf der „Haben Seite“ setzt das Habenwollen auf ebenjener jedoch  proportional zu der zuvor abgegeben Menge an Urin herunter, führt also spontan zur Selbstentmächtigung, sofern die Lokalisation desselben einmal aus dem Fokus geraten ist. 

 

Knalltüten und Klassik

Ich habe wiedermal gebastelt, best of Lotti&Haku

 

Anbaugewächshaus deluxe

2017 hatte ich wohl zuviel Zeit, so ging ich an mein bisher größtes und auch teuerstes Projekt, denn diesmal habe ich fast alle Materialien bis auf Verkleidungen und Fenster neu gekauft (Fenster aus dem Abriss 200€, Pflaster als Selbstausbuddler kosteten nur einen Stoßdämpfer und zwei Tennisarme) 36 Sack Beton, 30-40 Schalsteine, Armierungen, zwei Big Packs Schotter, 300€ Baggermiete, da ich das abschüssige Gelände stellenweise um 60cm vertiefen bzw aufschütten musste, Balken das Wellpolyester und natürlich unzähliger Kleinkram. Da kamen dann nochmal  rund 1300€ dazu.

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Baggerfahren ist einfach toll! Neben dem Fundament habe ich auch noch Leitungen zum Nutzgarten verlegt, ein paar ungeliebte Büsche umgesetzt, und den Kompost plan gezogen.

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Es nimmt erste Formen an. 20170731_192204

Die Bauaufsicht hat da so ihre Zweifel… 20170802_085325

Abgedichtet und ausgegossen, begann der Holzteil und das ungeliebte Pflastern. 20170822_132237

Da das Gelände abschüssig ist, hatten wir in der Vergangenheit bei Starkregen oftmals Wasser vor bzw in der Garage, ein 1,5m langes Drainagerohr und ein Stück Abwasserrohr den ich mit einem Gußeisernen Topfuntersetzer aus dem Dekoladen abdeckte, ersetzte den teuren Gulli und es funktioniert einwandfrei.  20170825_133250dcim handy 154120170829_171503_HDR

Das Gerüst steht schonmal, dann kam das Dach. 20170904_18415120170916_122005

Das Gussfenster mal zur Veranschaulichung aufgehangen.

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Die Seitenwände habe ich noch geschlossen, und den „Brunnen“ abgedeckt.. so ging es dann gut eingepackt in die Winterpause… 20171016_16275820171209_114245

Leider starben dann in und kurz nach diesem enlosen Winter beide Ömmchen, so daß ich 2018 mit Babylotti keine Zeit hatte, weiter zu bauen, zumal Lotti eine Bienenallergie hat und Angst vor Werkzeugkrach. Lediglich die grünen Fenster haben wir da eingesetzt. 2019 ging es dann mit dem „Brunnen“ weiter, und ich konnte das Werk endlich vollenden. Auch hier kam das Altholz aus dem abgerissen Stall zum Einsatz.

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Gerätehaus aus Holzresten

Mal etwas ohne Hunde: Letztes Jahr mussten wir unseren alten Pferdestall abreissen, denn leider waren seine Füße verfault und er drohte umzufallen. Aber soviel gutes Holz wegwerfen…. ? Die Idee kam auf, dem alten schönen Stall ein Denkmal zu setzen und aus den Resten und allem, was sich eben so ansammelt ein kleines Gerätehaus zu bauen, vor allem wollte ich zumindest eine der herallerliebsten bemalten Wände retten.

20181005_081621_HDRDer schöne alte Stall war leider nicht mehr zu retten.

Der Berg aus alten Brettern mussten erstmal sortiert und entnagelt werden, da ich bereits die Abmessungen des Gerätehauses im Kopf hatte, habe ich die Bretter da schon auf Maß zugeschnitten und trocken über den Winter eingelagert.

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Etwas nervig war es, die dicken Balken zurechtzuschnitzen damit sie in die Einschlaghülsen passen, eine Flex mit Fächerscheibe und ein Elektrofuchsschwanz sind dabei recht hilfreich.

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Ich habe für den ganzen Bau sowenig gemessen wie möglich, das ganze sollte ja wieder windschief werden und aussehen, als ob es seit 100 Jahren da steht. Zuerst die beiden geschlossenen Wände und die erste Stütze für den Firstbalken.

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Das geschlossene Dach und die Verlängerung für das Wellpolyester.

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Die Fenster waren von unserem 2017er Projekt – einem Anbaugewächshaus übrig geblieben – und bekamen aussen dieselbe Farbe verpasst. Es sollte ja auch meinen lieben Nachbarn gefallen. So habe ich mir insgesamt auch bei der Rückseite Mühe gegeben, dem ganzen einen urigen Look zu verleihen.

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Das schönste sind dann natürlich am Ende die Details, an denen man sich bei sowas nach Herzenslust austoben kann. Die Zuleitungen zum Regenfass kommen einmal aus unseren 4000l IBC Tanks (über ein Hauswasserwerk) und einmal aus der Wasserleitung, falls die Tanks mal wieder leer sind.

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Der Hundespielplatz Teil 2

Hier wird nachwievor der Garten gerockt, da Lotti gerne mal einen Zoomie bekommt (vor allem, wenn sie „verliert“ ) und wie irre im Kreis brettert, habe ich den Spielplatz um einen Sandkasten erweitert (Sand und Rindenmulch sind als Schüttware sehr viel günstiger, jedoch auch arbeitsintensiver, so habe ich für 6 Schubkarren Sand und 5 Schubkarren Rindenmulch insgesamt 15€ bezahlt, womit der ganze Hundespielplatz keine 40€ gekostet hat – sehrwohl aber einiges an Muskelkraft) .

Während dem Bau, war natürlich wiedermal der „Kampf“ um das Dreckloch angsagt, natürlich gehört es Lotti.

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Einige Schubkarren Rindenmulch und Sand später:

Die Mädels sind sichtlich begeistert, und auch das Haus leidet nicht mehr so unter dem Matsch.

Die ganze Anlage mal am Stück, der Lattenzaun besteht aus den Resten eines alten Sichtschutzzaunes hinter den ich noch Schaftsdraht gespannt habe – so haben wir 3m vom Grundstück als Pufferzone zum Wanderweg abgetrennt, den wir jetzt verwildern lassen… seitdem hat das „Engagement“ am Zaun stark nachgelassen – Lotti ist sehr territorial.

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Tag 6 #hundführt

Nach der Hitzewelle und einem Blitzschlag in unseren Router ging es nach einer Pause weiter.

Diesmal war es besonders interessant, wie immer wählte sie eher neue Wege, bzw. die bekannten aber dann in anderer Richtung, aber ich konnte auch die Entscheidungsprozesse genauer beobachten, und auch, wie bedacht sie dabei vorgeht.

Zuallererst gingen wir quer über eine frisch gemähte Wiese wegen der Mäuselöcher, und vielleicht auch, weil sie den geschotterten Weg nicht so mag. Es war schon ziemlich heiss, doch anstatt unsere „Zauberwald“ Runde rückwärts zu laufen, und direkt rechts in den kühlen Wald abzubiegen zog es sie links über eine Hofstelle, obwohl man dort unmittelbar an einem recht garstigen Hofhund in seinem Zwinger vorbei muss. Sie hatte so richtig gute Laune und so ging es dann sehr dynamisch nach einer kurzen Orientierung an einer Kreuzung hinter der Hofstelle in den Wald, wo steile Serpentinen zum Bach runterführen. Vor dem Abstieg hat sie sehr genau den Wald gecheckt. 217A4136_web2

Wir querten den Bach an einer Furt und kamen zu der Multikreuzung, hier gehen 6 Wege ab, einer, der direkt nach Hause führen würde, dabei aber weite Teile über offenes (heisses) Feld, zwei direkt am Bach entlang, und zwei die sich den Berg auf verschiedenen Höhen heraufwinden.

Sie stockte, denn da waren noch weit entfernt fremde Leute mit einem Hund, sie stand nur un wartete…und ab einer gewissen Distanz kauerte Lotti sich dann auf den Boden (deeskalierend) und wartet bis der Hund vorbei ist – das macht sie bei fremden Hunden immer, sie ist dann auch nicht wegzubewegen.

Nach einem kurzen Gespräch in dessen Verlauf sie dann auch auftaute, zogen die Leute weiter und sie nahm genau den Weg, den diese gekommen waren, welch eine Überraschung, es war der einzige, den wir sonst nicht gehen, und mir schwante, das wird heute etwas länger.

An der nächsten Kreuzung waren wieder Stimmen zu hören, weit unterhalb ist die Dhünn (ein Fluss) und ein sehr gut frequentierter Wander und Radweg. Sie läuft zur Steilkante und beobachtet lange und intensiv, die Stimmen werden lauter und sie wählt einen anderen Weg (der nach Hause führen würde, aber lange und steil über heissen Asphalt ginge) sie zögert und fängt hinter einem Holzsstapel an zu grasen, wartet bis die Leute zu den Stimmen vorbei sind, sie kennt den gut frequentierten Weg unter dem Namen „Schöllerhof“ denn ich kündige unsere Ausflugsstrecken immer an. Allerdings ist diese immer nur eine „Einbahnstrecke“ zu deren Einstieg wir uns in der Regel „von Oma“ fahren lassen – und keine Runde. Sie schaut den Weg runter und wirkt unentschlossen, also frage ich sie: Schöllerhof, OmaAuto ? Sie setzt sich sofort in Bewegung, „OmaAuto“ ist genau wie Schöllerhof ein bekannter Begriff.

Soweit es ging, hat sie dann den Hauptweg gemieden und ist die kleineren Trampelpfade paralel zum Hauptweg abgelaufen, bis Oma uns untem am Schöllerhof KO aber glücklich eingesammelt hat.

 

Tag 5 #hundführt

Tag 5 des Experimentes und wieder neue Erkenntnisse.

Nach der Tour gestern hatte Lotti fast den ganzen Tag verschlafen, so ging es recht spät los. Ich erwartete zuerst, daß sie diesmal wieder eher eine kurze Strecke macht, daran kamen mir aber dann Zweifel, als sie sich nach wenigen 100m Spontan umentschloss und eine 180° Kehre einbaute, um recht energisch einer Reiterin zu folgen. Es ging dann aber recht ereignislos auf unsere „Hausrunde“ und das Pferd war dann auch schnell ausser Sicht.

Aber dann passierte wieder etwas, womit ich absolut nicht gerechnet hätte.  An der Kreuzung, wo es aus dem Wald raus wieder auf unsere Straße geht, befindet sich bei ebenjener auf der rechten Seite ein Haus, wo drei Hunde kräftig Radau an einem langen Zaun machen, u.A. ein sehr energischer Herdenschutzhund und eine „Fußhupe“ die schonmal unterm Zaun durchfitscht.

Aus diesem Grund meide ich es, da direkt vorbei zu gehen, und gehe meistens stattdessen gradeaus weiter und in einem Bogen über eine Wiese um die Siedlung herum um da nicht unmittelbar vorbei zu müssen.

Auch heute war wiedermal das Getöse vom Wald aus schon zu hören, also rechnete ich damit, daß Lotti gradeaus weiter geht, oder rechts abbiegt Richtung Talsperrenrundweg. Deswegen sortierte ich sie nah auf meine rechte Seite, so daß ich zwischen ihr und den Hunden wäre ( sie ist dann entspannter und tut das eigentlich auch von sch aus). Aber sie hatte andere Pläne, und ist immer wieder hinter mir auf die andere Seite gewechselt… dreimal, bis ich ahnte, daß sie etwas anderes vor hat. Und so war es auch, sie wollte unbedingt links von mir laufen, weil sie direkt an den Hunden (auf der Rechten Seite) vorbei wollte.

Sie war also links von mir und linste aus dem Waldweg versteckt zu den Randalierern um dann entschlossen loszumarschieren und  (Beifuß an der Schleppleine) an den ausflippenden Hunden vorbeizulaufen ohne sie eines Blickes zu würdigen.

Und ja so ein kleines bisschen war ich stolz auf  Lotti 🙂

 

Tag 4 #hundführt

Tag 4 Bergfest unseres Experimentes, der 4te Tag, an dem ich Lotti den Weg bestimmen lasse und versuche mich so wenig wie möglich einzumischen, denn obwohl das Wort Kontrollfreak so gerne für unsere Hunde benutzt wird, sind es doch eigentlich die Menschen die so verdammt viel bestimmen. Warum also nicht mal die ausgetretenen Pfade verlassen und etwas Kontrolle abgeben ? Die Ergebnisse könnten überraschen 😉

Heute ging es mal früh los, und nach Lottis selbstgewähltem Ruhetag war ihr wohl wiedermal nach Abenteuer, es ist erstaunlich wie selbstverständlich sie die Streckenplanung übernommen hat, und so wie es scheint, nicht nur situativ der Nase nach oder probierend, dafür ist sie viel zu zielstrebig und wählt die Wege entschieden und ohne zu zögern.  Lotti kennt die Gegend hier sehr gut – auch weil ich ihr als sie noch sehr ängstlich und klein war sämtliche Wege nach Hause gezeigt habe, für den Fall daß sie trotz Sicherung doch mal vor Schreck abhanden kommt.

Unterwegs musste ich oft an die Aussage denken, daß unsichere und ängstliche Hunde feste Routinen bräuchten. Ich habe da inzwischen so meine Zweifel, zumindest Lotti sucht ganz klar das Neue, und wählt jene Wege, die ich eher selten gehe oder noch nie gegangen bin, am Ende jedoch findet sie dennoch zuverlässig nach Hause zurück. Nur an ihrem Ruhetag hat sie die Standart Pipirunde gemacht…sonst war es immer etwas neues, und sei es die Richtung in der sie einen Weg benutzt  – die sehr oft genau andersrum ist als ich es sonst mache. Teile der heutigen Strecke jenseits von der Staumauer sind wir zuvor genau einmal gegangen, dennoch gab es keinen Moment des Zögerns bei Lotti, sie scheint wirklich zu wissen, was sie da tut.

Signifikant war auch, daß sie mich begeistert angespielt hat, als ich ihr über den Damm folgte und das „Neuland“ anfing.

Spannend nicht nur für Lotti.

Anstrengend für mich, da mein innerer 105kg Schweinehund lieber diese Steigungen meidet – Kardio für die Alte kann nicht schaden.

Kontrollfreaks bitte hier entlang.

Es sind Sommerferien und Zeit für ein Experiment – zu dem ich jeden herzlich einlade.

Was passiert, wenn ihr euren Hund den Weg aussuchen lasst ? Alles was ihr braucht ist Zeit, Kondition, genug zu Trinken und ggf. Jemanden der euch wieder einsammelt, ein Navi kann auch nicht schaden  😛

Die „echten“ Kontrollfreaks sind nämlich wir Menschen.

Tag 1: Ich bin mit dem Lottchen zum nahegelegenen Wanderparkplatz gefahren, von da ab gehen sehr viele Wege die sich auch oft kreuzen. Wir haben dort ein paar „Hausstrecken“ zwischen 3 und 7km. Der Einstieg war wie immer, runter zum Kochshof hier die erste Überraschung, Lotti wählt den Weg, den wir nur ganz selten gehen (fiese Steigungen auf dem Rückweg und so) Sie nimmt einen Trampelpfadartigen Abzweig, der völlig neu für mich ist, aber zu einem der Hauptwege führt, entlang am bekannten Bach zu einer der Hauptkreuzungen.

Manchmal lasse ich mich nur am Parkplatz absetzen und laufe von da mit ihr nachhause, sie kennt also beide Strecken von dort – die zurück zum Parkplatz und die von der Kreuzung aus nach Hause. Ich bin gespannt, wozu sie sich entscheidet, denn Autofahren findet sie eher megabuh. Aber sie Überrascht mich wieder, sie wählt den einzigen Weg, der weder zum Auto noch nach Hause führt, sondern einen nicht unerheblichem Umweg nach Hause bedeuten würde. Ich gebe dem Drang nach, Einfluss zu nehmen, und frage sie, wo das Auto ist (gebe das Suchkommando).

Sie nimmt deutlich Fahrt auf und biegt entschlossen in einen steilen Pfad ab, den ich bisher immer nur für eine blöde Schleife hielt, nachdem ich mich dort ganz am Anfang mal verlaufen hatte. Aber sie wusste es besser, es war eine Abkürzung zu dem Weg der zum Parkplatz führt.

Fazit: Der Hund hat den besseren Orientierungssinn und weiß offensichtlich, was er tut.

Tag 2: Wenn Endorphine nicht so ein Scheissegeiles Zeug wären, wäre dieses Experiment wohl die blödeste Idee dieses Jahres.

Lotti hat nun eindeutig das Prinzip verstanden und geht sehr selbstverständlich vor, und erkundet deutlich jeden neuen und unbekannten Weg, zu meinem Leidwesen einmal eine Sackgasse, die mir 70 steile Höhenmeter quer durch einen Fichtenwald beschert, s.O. Kardiotraining deluxe, vor allem bei meinen 105kg Lebensmasse und einem kaum verheilten Bänderriss. Ich fluche innerlich – sie ist gut drauf und jedesmal, wenn ich denke, ahhhh gleich geht es bestimmt da und da lang, baut sie noch eine Extraschleife in unbekanntes Gebiet ein.

Fazit: Viel Neues gesehen und ich bekomme Lust, die ausgetretenen Pfade öfter mal zu verlassen.

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Tag3

Lotti ist noch müde von gestern, heute hat sie nur Lust auf die kleine Pipirunde und Zocken mit Haku. Die 7km waren auch deutlich mehr als ihr übliches Pensum, durch die Ataxie ist sie ja auch nicht so belastbar wie ein gesunder Hund. Eine Änderung konnte ich jedoch feststellen, sie hat heute an einer Gruseleinfahrt -wo der blöde Cattle manchmal Losbrüllt von sich aus einen größeren Abstand gewählt, wo ich sie sonst eher „vorbeigezwungen“ hätte. Ich finde es gut, wenn sie diese Lösung für sich wählt, anstatt Zurückzupöbeln etc.

Dabei musste ich an den bedauernswerten Rüden gestern denken, der uns entgegenkam und schon sehr angespannt war, Herrchen nicht minder der hatte ihn schon an sich strangulierend hoch gerissen als er uns wahrnahm. Als der dann in die Leine ging, wurde er auch promt mit den Worten „DAMIT FÄNGST DU GARNICHT ERST AN!!“ verdroschen… Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, ich hätte etwas gesagt, aber es lag mir auf der Zunge dem Mann zu sagen, daß er ja angefangen hat… aber der hätte es nicht kapiert und daß war der Typ, der sich „ausgerechnet“ von einer Tussi eh nichts sagen lässt. Hinterher habe ich mich geärgert, aber ich wollte auch nicht vor Lotti mit Pöbeln anfangen, auch wenn ich arge Lust gehabt hätte. Wir hatten sowas einmal mit einem bescheuerten Radfahrer, dem ich hinterherbrüllte, was mehr Schaden anrichtete als dessen rücksichtsloses Verhalten. Es dauerte 6 Wochen bis ich das wieder Gegenkonditioniert hatte.

Dann hatte ich Abends wieder eine Idee und habe das Handy Lotti an ihr Geschirr gefummelt und sie mit Haku spielen lassen, dann siegte aber doch die Angst um das Telefon und mit Geschirr Zocken ist ja auch nicht so sicher… Aber lustig waren die 54km/h Spitze, die gemessen wurden 😀

Der weitere Verlauf hier als Kurzlink 🙂

Tag 4

Tag 5

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